Ungarn 2005
*** Budapest / Tokaj ***


Budapest, die Hauptstadt Ungarns, ist wahrlich eine Reise wert! Eine spannende Geschichte,
schöne Gebäude und gemütliche Plätze laden zum Verweilen ein. Hier das Palastviertel, das zum
Welterbe der Unesco gehört, mit dem Burgpalast.

 


Das Ungarische Nationalmuseum ist sehr modern aufgebaut und vermittelt einen überaus
spannenden Einblick in die stürmische Geschichte der Ungaren.


Gegründet wurde Ungarn von Arpad, einem Steppennomaden aus dem Volk der Magyaren. Er
zog im Jahre 896 n.Chr. in die Gegend des heutigen Ungarns und nahm durch Kämpfe das Land
in Besitz. Sein Enkel Gézal wurde dann sesshaft und sein Urenkel, Hl. Stephan I christianisierte
das Land und bekam dafür den Königstitel. Die Arpaden regierte bis ins frühe 14. Jh.
.


Die Krönungsinsignien, die Stephan I von Papst Sylvester II erhielt, sind nach über 30-jährigem
Exil in den USA wieder nach Ungarn zurückgekehrt und heute im Parlamentsgebäude ausgestellt.



- Das Parlament -
Es wurde von Imre Steindl im 19. Jh. gebaut und ist typisch für den ungarischen Eklektizismus.
Der Eklektizismus kombiniert verschiedene Stilrichtungen zu einem neuen eigenständigen Stil.

Ungarn gehörte mehrmals zum kulturellen Zentrum Europas, hatte aber jedes Mal wieder das
Unglück, in einer nachfolgenden Periode die meisten Kulturschätze zu verlieren. So zählte
Budapest unter Matthias Corvinius im 15. Jh. zu einem Zentrum der Renaissance. Durch die
Herrschaft der Türken im 16. und 17. Jh. wurden viele Gebäude vernachlässigt. Unter dem
aufgeklärten Absolutismus der Maria Theresia und der nachfolgenden Zeit in der östereichisch-
ungarischen Monarchie wurden viele Gebäude wieder aufgebaut, die in den Kriegen des
20. Jahrhunderts gleich wieder zerstört wurden. Heute begnügt sich Ungarn nicht nur mit dem
Nachbau der Gebäude, sondern kombiniert im Eklektizismus die verschiedenen Stile zu einem
neuen Ganzen. Interessant ist die Vajdahunyad-Burg im Stadtwäldchen, die alle in Ungarn vor-
gefundenen achitektionischen Stile enthält und doch einen einheitlichen Eindruck hinterlässt.

 

Der sehr schöne Ratssaal im Parlament mit den
Familienwappen der Habsburgern und der Anjouherrschern.

 


Auch über sehr schöne Freizeiträume verfügt Budapest. Hier das Milleniumsdenkmal im
Stadtwäldchen.


In der Nacht kommt Budapest besonders schön zur Geltung. Links der Burgpalast und zentral
die Kettenbrücke, gesehen vom Gellertberg (Freiheitsstatue).


Auf der Kettenbrücke feiern die Budapester die warmen Sommernächte - verkehrsfrei!

Majestätisch tront der Burgpalast über dem nächtlichen Treiben auf der Kettenbrücke.

 


Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Hier das
Restaurant Bagolyvar in der Nähe des Stadtwäldchens.
Reine Frauenpower sorgt für kulinarischen Genuss mit
Hintergrundgeräuschen des nahen Tierparks. Einfach super!

 


Von Budapest ging's geradewegs nach Tokaj. Das Tokajgebiet (hier die Hauptstrasse des
gleichnamigen Dorfes) hat sich einen Weltruf für gute Dessertweine geschaffen und kann
auf eine über 1000-jährige Geschichte der Weinherstellung zurückschauen.

 


Die Böden enthalten vulkanisches Gestein, das die Sonnenwärme speichert und reflektiert, das
nahe Tokajer Gebirge schützt vor Unwetter und ermöglicht die Herstellung eines hervorragenden
Weines. Hier das Weingut Sisznoko Szolobirtok, welches wir besichtigten.

 


Nach der Lagerung in ungarischen Eichenfässern werden die Weine in Flaschen abgefüllt. Man
fühlt sich mit dem goldenen Wein zusammen in einer Zauberwelt!

 

Bei der anschliessenden Degustation zeigte sich die breite Palette an erstklassigen
Weinen, die in dieser Gegend hergestellt werden können, besonders eindrücklich.